Heilpraxis

Herz und Kreislauf

Therapien bei Herzkreislauferkrankungen

Herztherapie
Herztherapie

Je nach Krankheitsbild bieten sich die verschiedensten Methoden, Anwendungen und Therapien an.

Jede dieser Therapieformen kann ich Ihnen in meiner Praxis anbieten. Wir entscheiden gemeinsam, welche der folgenden Therapierformen für Sie am besten geeignet ist.
Über jede Therapie werde ich aufklären und eingehend beraten.

Phytotherapie: z. B. bei Herzinsuffizienz, Angina pectoris, Herzinfarkt, bei Venenerkrankungen, bei arterieller Hyper- Hypotonie, bei Arteriosklerose, Arterielle Verschlußkrankheit (AVK) und peripherer Verschlußkrankheit (PAVK), bei Schlaganfall (Apoplex, oder Zerebraler Insult)

Bachblütentherapie: z. B. bei Angina pectoris, nach Herzinfarkt, bei Ventrikulären Herzrhythmusstörungen, bei Herzklopfen, bei arterieller Hyper- Hypotonie, Lymphödem

Homöopathie: z. B. bei Herzinsuffizienz, bei Angina pectoris, nach Herzinfarkt, bei Venenerkrankungen, bei Hyper- Hypotonie, bei Arteriosklerose, Arterielle Verschlußkrankheit (AVK) und peripherer Verschlußkrankheit (PAVK), bei Schlaganfall (Apoplex, oder Zerebraler Insult), Lymphödem

Spenglersane: z. B. bei Herzinsuffizienz, bei Angina pectoris, nach Herzinfarkt, bei Venenerkrankungen, bei arterieller Hyper- Hypotonie, bei Arteriosklerose & Arterielle Verschlußkrankheit (AVK) und peripherer Verschlußkrankheit (PAVK), bei Schlaganfall (Apoplex, oder Zerebraler Insult)

Serrapeptase: z. B. bei Herzinsuffizienz, bei Angina pectoris, nach Herzinfarkt, bei Venenerkrankungen, bei Arteriosklerose & Arterielle Verschlußkrankheit (AVK) und peripherer Verschlußkrankheit (PAVK), bei Schlaganfall (Apoplex, oder Zerebraler Insult), Thrombose

Schüsslersalze: z.B. bei funktionellen kardiovaskulären Störungen, bei arterieller Hyper- Hypotonie, Thrombose, bei Angina pectoris, nach Herzinfarkt, bei Venenerkrankungen, bei Arteriosklerose & Arterielle Verschlußkrankheit (AVK) und peripherer Verschlußkrankheit (PAVK), Lymphödem

Heilfasten: z.B. bei Herzinsuffizienz, bei Angina pectoris, nach Herzinfarkt, bei Venenerkrankungen, bei Arteriosklerose & Arterielle Verschlußkrankheit (AVK) und peripherer Verschlußkrankheit (PAVK), Lymphödem, Thrombose

Manuelle Therapie: Nach Herzinfarkt, bei Durchblutungsstörungen, bei Venenerkrankungen, Dysfunktion der mittleren BWS, Lymphödem, Thrombose

Wissenswertes über das Herz

Herzinfarkt und Kreislauf
Herzinfarkt und Kreislauf

Lage und Form

Herz
Herz

Das Herz ist ein muskuläres Hohlorgan und wiegt ca. 300 g. Es befindet sich im Mediastinum (Mittelraum – Bindegewebsraum) der Brusthöhle, vorwiegend in der linken Brusthälfte.

Nach unten sitzt es dem Zwerchfell (Diaphragma) im Bereich der zentralen Sehnenplatte auf, links und rechts wird es von den Lungen begrenzt. Nach vorne grenzt das Herz an das Sternum (Brustbein) und nach hinten über den linken Vorhof an den Ösophagus (Speiseröhre).

Das Herz hat die Form eines bauchigen Kegels und entspricht ungefähr die Größe Ihrer Faust. Die Spitze des Kegels (Herzspitze) weist nach links, vorne unten. Die gegenüberliegende Kegelbasis (Herzbasis) liegt rechts, hinten und oben. Hier befinden sich die großen Herzgefäße die ins Herz ein- und austreten.

Anatomie

Anatomie
Anatomie

Das Herz wird durch eine Herzscheidewand in eine linke und rechte Hälfte unterteilt. Die linke Herzhälfte pumpt sauerstoffreiches Blut aus den Lungen in den Körperkreislauf. Die rechte Herzhälfte befördert sauerstoffarmes Blut aus dem Körperkreislauf in den Lungenkreislauf zur Aufnahme von Sauerstoff und Abgabe von Kohlendioxid.

Rechte und linke Herzhälfte bestehen jeweils aus einem Vorhof (Atrium) und einer Kammer (Ventrikel). Die Vorhöfe sammeln das Blut zur Befüllung der Kammern, die Kammern pumpen das Blut in den Körper- bzw. Lungenkreislauf. Dadurch sind an der Herzscheidewand ein Vorhofseptum und ein Kammerseptum zu unterscheiden.

Die Herzklappen zwischen den Vorhöfen und Kammern, sowie zwischen Kammern und Arterien ermöglichen einen gerichteten Blutstrom durch das Herz. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Form werden Segel- und Taschenklappen unterschieden.

Die Segelklappen liegen zwischen den Vorhöfen und Kammern und werden auch Atrioventrtrikularklappen (AV-Klappen) genannt. Die linke besteht aus 2 Segeln und wird Mitralklappe und die rechte besteht aus 3 Segeln und wird Trikuspidalklappe genannt.

Die Taschenklappen liegen zwischen den Kammern und den großen Gefäßen. Die Aortenklappe liegt zwischen linkem Ventrikel und Aorta, die Pulmonalklappe zwischen rechten Ventrikel und dem Lungenarterienstamm (Truncus pulmonalis).

Die Herzwand besteht von innen nach außen aus 3 Schichten.

Endokard = Herzinnenhaut
Myokard = Herzmuskelschicht
Epikard = Herzaußenhaut

Der Herzbeutel (Perikard) umschließt das Herz schützend. Zwischen Perikard und Epikard besteht ein dünner, mit ganz wenig Flüssigkeit gefüllter Spaltraum, die Perikardhöhle.

Die 2 Herzkranzarterien (Koronararterien) versorgen das Herz mit Blut. Sie dienen zur Eigenversorgung des Herzens, v.a. des Myokards, da eine Versorgung mit Nährstoffen und Gasen aus dem vorbeiströmenden Blut der Vorhöfe nicht ausreichen würde. Die Koronararterien nehmen ihre Durchblutungsfunktion v.a. in der Diastole, also bei entspanntem Myokard wahr.

Beide Arterien entspringen oberhalb der Aortenklappe aus der Aorta.

Die linke Herzkranzarterie heißt A. coronaia sinistra und gibt als Hauptäste den Ramus interventricularis anterior und den Ramus circumflexus ab, die im Normalfall v.a. die linke Herzhälfte und das Ventrikelseptum versorgen.

Die rechte Herzkranzarterie heißt A. coronaria dextra verläuft nach rechts zwischen Vorhof und Kammer mit ihrem Ast dem Ramus interventricularis posterior auf der Herzrückseite. Sie liefert v.a. für die rechte Herzhälfte und die hinteren Anteile des Kammerseptums.

Der Sinusknoten wird v.a. durch einen Ast der A. coronaia dextra versorgt.

Etwa zwei Drittel des venösen Blutes gelangen über 3 größere Venen, der großen, mittleren und kleinen Herzvene zunächst in ein Sammelgefäß, dem Sinus coronarius. Dieses mündet auf der Herzrückseite in den rechten Vorhof. Etwa ein Drittel des venösen Blutes wird direkt über zahlreiche kleine Venen durch die Wände des rechten Herzabschnittes geleitet.

Der Blutfluß durch das Herz

Blutfluss Kreislauf
Blutfluss Kreislauf

Die obere und untere Hohlvene (Vena cava superior und inferior) führen das venöse Blut aus dem Körperkreislauf in den rechten Vorhof (Atrium dextrum). Die obere Hohlvene leitet vor allem das Blut vom Kopf, Hals und den oberen Extremitäten und die untere Hohlvene das Blut des übrigen Körpers zu.

Vom rechten Vorhof wird es weiter in die rechte Kammer/Ventrikel (Ventriculus dexter) befördert und gelangt von dort aus zum Lungenarterienstamm (Truncus pulmonalis) in den Lungenkreislauf. In den Lungen passiert der Gasaustausch. Das sauerstoffreiche Blut wird durch die Lungenvenen (Vv. pulmonales) dem linken Vorhof zugeführt. Von dort aus gelangt es in den linken Ventrikel (linke Herzkammer) und dieser pumpt das Blut über die Aorta in den Körperkreislauf.

Schlag - und Herzzeitvolumen

Herzschlag
Herzschlag

Das gesamte Blutvolumen im Herz – Kreislauf System beträgt ca. 4-6 Liter. Mit jedem Herzschlag werden jeweils ca. 80 ml als Schlagvolumen vom rechten und linken Ventrikel (rechte und linke Kammer) gleichzeitig gepumpt.

Das Herz schlägt in Ruhe (Herzfrequenz) etwa 70-mal pro Minute. So befördert es pro Minute jeweils ca. 5,6 Liter Blut durch den Körper- und Lungenkreislauf.

Das Herzzeitvolumen (HZV) berechnet sich aus dem Schlagvolumen x Herzfrequenz. Das HZV ist also ein Maß dafür, wieviel das Herz pumpen kann. In Ruhe beträgt das HZV von ca. 4,5 bis 5,6 Liter pro Minute. Muß das Herz schneller pumpen zum Beispiel, wenn sich der Mensch körperlich anstrengt, kann das HZV auf bis zu 20 Liter pro Minute steigen, bei Ausdauersportlern sogar bis auf 35 Liter.

Herzzyklus

Herzzyklus
Herzzyklus

Das Herz arbeitet in einem rhythmischen Wechsel von Anspannung (Kontraktion) und Erschlaffung. Die Herzkammertätigkeit läuft in vier Aktionsphasen ab, die gemeinsam einen Herzzyklus bilden.

1 Herzzyklus:

Anspannungs- und Austreibungsphase bilden zusammen die Systole
Entspannunngs- und Füllungsphase bilden zusammen die Diastole

Systole

Zu Beginn der Systole sind die Kammern mit Blut gefüllt. In der Anspannungsphase der Systole steigt der Blutdruck in den Kammern durch die Kontraktion des Myokards (muskuläre Wand des Herzens) an und die Segelklappen schließen sich. Übersteigt der Blutdruck im linken Ventrikel den Blutdruck in de Aorta von ca. 80 mmHg und der Blutdruck im rechten Ventrikel den des Truncus pulmonalis (Lungenarterienstamm) von ca. 10 mmHg, werden Aorten bzw. Pulmonalklappen aufgedrückt und die Austreibungsphase beginnt. Das Schlagvolumen wird rasch ausgetrieben, wobei der Blutdruck in der Aorta auf ca. 120 mmHg und in dem Lungenarterienstamm (Truncus pulmonalis) auf ca. 20-30 mmHg ansteigt. Dabei werden die Kammern nicht vollständig entleert, sondern es verbleibt ein Restvolumen von 50-60 ml Blut.

Gegen Ende der Austreibungsphase fällt der Druck in beiden Kammern wieder ab. Während der Systole bewegt sich die Ventilebene zur Herzspitze hin. Dadurch wird Blut aus den Hohl- und Lungenvenen in die Vorhöfe gesaugt.

Diastole

Sinkt der Kammerdruck unter dem Druck in der Aorta bzw. dem Lungenarterienstamm, schließen sich Aorten- und Pulmonalklappe. Jetzt beginnt die Entspannungsphase der Diastole. Da die Kammerdrücke schnell abfallen und die Vorhofdrücke angestiegen sind, öffnen sich die Segelklappen, die Füllungsphase der Kammern beginnt. Durch die Rückverlagerung der Ventilebene in Richtung Herzbasis strömt das Blut aus den Vorhöfen passiv in die Kammern.

Die Diastole wird durch eine abschließende Vorhofkontraktion, bei der nur noch wenig Blut aktiv in die Kammern befördert wird, beendet. Mit Schließen der Segelklappen beginnt ein neuer Herzzyklus

Literatur & Quellenangabe:

Der menschliche Körper von Peter Kugler 2. Auflage
Pschyrembel Klinisches Wörterbuch De Gruyter 266. Auflage