Heilpraxis

Darmgesundheit

Gut zu wissen, was ist das Verdauungssystem?

kranker Darm
kranker Darm

Der Verdauungsapparat fängt schon bei den Lippen an und geht bis zum After. Das Verdauungssystem besteht aus dem Verdauungskanal und den Verdauungsdrüsen. Zum Verdauungskanal gehören Mund, Rachen, Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm, Mastdarm und After. Zu den Verdauungsdrüsen gehören Bauchspeicheldrüse, Leber und Galle. Die Verdauungsdrüsen fügen dem Nahrungsbrei Verdauungssäfte hinzu, diese sorgen dann für die chemische Zerlegung (in resorptionsfähige Bestandteile) der Nahrung.
Um die aufgenommene Nahrung zu verdauen sind unsere Verdauungsorgane ständig in Bewegung. Diese Darm- und Magenbewegungen werden als Motilität bezeichnet und haben verschiedene Funktionen.

Das enterische Nervensystem (ENS) ist ein Nervengeflecht im Verdauungstrakt, das die Motilität koordiniert. Es besteht aus über 100 Millionen Nervenzellen, also aus ungefähr so vielen Nerven wie das Rückenmark. Das ENS steuert die Motilität autonom und unabhängig vom zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark).

Nur wenn wir entspannt sind, ist unsere Verdauung aktiv.

Es werden verdaut:

Eiweiße = werden bis zur Stufe der Aminosäuren (AS) verdaut, denn ausschließlich AS sind resorptionsfähig

Kohlenhydrate (KH) = werden aufgespalten zu Einfachzucker (Monosaccharide)

Fette = werden in kleine Tröpfchen emulgiert

Nukleinsäuren (Zellkerne) = werden aufgespalten zu Zucker, Phosphat, organischen Basen (Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin-Uracil)

Weitere Bestandteile = Wasser, Vitamine &Mineralstoffe

Verweildauer der Nahrung im Gastrointestinaltrakt:

Mund = 0-3 min

Magen = 1-5 Stunden

Dünndarm = 2-4 Stunden

Dickdarm 5-70 Stunden

Rektum = 0
Insgesamt kann der Verdauungsvorgang von 08- 80 Stunden dauern!

Naturheilkundliche Anwendungen, Methoden und Therapien

Für eine erfolgreiche Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen ist es essentiell wichtig die Ursächlichkeiten zu kennen. Oftmals ist nämlich nicht nur eine Ursache von Bedeutung, sondern vielmehr ein ganzer Symptomkomplex.

Zu den häufigen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts zählen Entzündungen und Infektionen, wie die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED Morbus Crohn und Colitis ulcerosa), Magen- Darmgrippe, Divertikulitis, Lebensmittelvergiftungen. Auch ein Reizdarm (Funktionsstörung des Darms), oder das Römhild-Syndrom (verursacht Herzschmerzen, durch Ansammlung von Gasen im Magen und Darm) führen zu Beeinträchtigungen des Wohlbefindens.

Auch hier biete ich Ihnen aus meinem breiten Spektrum verschiedenste Ansatzmöglichkeiten an.

Dazu gehören:

Heilfasten & Ernährungstherapie

Symbiose Lenkung

Phytotherapie

Homöopathie

Spenglersane

Ceres Urtinkturen

Solunate

Schüssler Salze

Bach – Blütentherapie

Manuelle Medizin

Literaturverzeichnis:

Der menschliche Körper von Peter Kugler Anatomie Physiologie Pathologie 2. Auflage
Pschyrembel Klinisches Wörterbuch De Gruyter 266. Auflage
NETTERs Allgemeinmedizin von Frank H. Netter 2006 Thieme Verlag

http://www.medizinfo.de/gastro/anatomie/anatomie.shtml

10 Tipps für eine bessere Verdauung

10 Tipps für eine bessere Verdauung
10 Tipps für eine bessere Verdauung

1.) Richtige Flüssigkeitszufuhr

Eine halbe Stunde vor und 1 Stunde nach dem Essen nichts trinken, sonst werden Enzyme und Magensäure verdünnt

2 l Flüssigkeit (hochwertiges Wasser, Saftschorle, Kräutertee) am Tag sind empfehlenswert

2.) Verdauung fängt vor dem Essen an

Bereiten Sie Ihre Speisen mit Liebe und Freude zu

An einem schön angerichteten Teller freut sich nicht nur das Auge, sondern auch Ihr Verdauungsapparat mit

Denn dadurch fängt Ihre Verdauung schon an zu arbeiten

3.) Genießen sie beim Essen

Bewegung signalisiert dem Körper seine Verdauung einzustellen

Auch Gemütszustände wie Traurigkeit, Angst, oder Streß verhindern eine optimale Verdauung

Bei Streß schaltet der Körper die Durchblutung herunter und der Darm kann nicht mehr ausreichend arbeiten

Dagegen läuft Ihnen schon beim Anblick ihres Essens das Wasser im Mund zusammen? Wunderbar, denn im Speichel wirkt das Verdauungsenzym Pytalin (α-Amylase) und somit beginnt schon im Mund die Aufspaltung von Kohlenhydraten

4.) Kein Fernseher, Computer, oder Smartphone während des Essens

Sind Sie abgelenkt merken sie nicht, wie viel und wie schnell Sie essen

Zu hastiges Essen, kann zu Verstopfung, Blähungen, Magen- und Bauchschmerzen führen

Ein kleiner Blumenstrauß auf den Tisch, oder ihre Lieblingsmusik wirken anregend und unterstützend auf die Verdauung

5.) Nehmen Sie sich Zeit beim Essen

Kauen Sie bitte jeden Bissen 20-30 x bevor Sie ihn runterschlucken

dadurch wird die Nahrung ausreichend für den weiteren Verdauungsprozeß aufbereitet

Die Verdauung fängt ja schon im Mund an und der Magen freut sich

20 Minuten braucht der Körper damit sich ein Sättigungsgefühl einstellt und durch das langsame Kauen verhindern Sie, daß Sie zu viel essen

6.) Nicht zu spät essen

Nach 20:00 Uhr bitte nichts mehr zu sich nehmen

Verdauungsenzyme werden nicht mehr gebildet

Fäulnis und Gärungsprozesse werden dadurch in Gang gesetzt

7.) Bewegen sie sich täglich

Sport und tägliche moderate Bewegung bringt die Durchblutung in Schwung

Nach einer Mahlzeit kann die Durchblutung des Darms bis auf das Doppelte ansteigen

Zur Verdauung muß der Körper die Magen-Darm-Region ausreichend durchbluten und mit Sauerstoff versorgen

Bewegung stärkt somit die Peristaltik der Verdauungsorgane und den Transport der Nährstoffe

Ein Spaziergang nach dem Essen hat einen sehr positiven Effekt auf die Verdauungsvorgänge

8.) Ausreichende Ballaststoffversorgung

kommen in pflanzlichen Lebensmitteln vor und unterstützen die Darmbewegung

regionales Obst und Gemüse

Vollkorn, Saaten und Nüsse

Steinobst getrocknet (z.B. Datteln, Feigen, Pflaumen)
Fermentierte Nahrungsmittel (Sauerkraut, Miso, Tempeh)

garantieren eine optimale Nährstoffversorgung und eine gute Gesundheit

09.) Gewürze und Heilkräuter

Regen den Speichelfluß, die Magensäuren- und Gallenproduktion an

bereiten den Körper damit auf die Verdauung vor

wirken entspannend, beruhigend und entkrampfend

10.) Gute und gesunde Fette

enthalten viel Omega drei und weniger Omega sechs Fettsäuren oder haben ein ausgewogenes Verhältnis zueinander

wirken entzündungshemmend

stärken die Abwehrkräfte und haben eine antioxidante Wirkung

Öle auswählen je nach Art und Weise der Zubereitung

Kaltgepreßte Öle wie Distel- Traubenkern -Leinöl für die Kalte Küche

Hitzestabile Öle wie Oliven- Kokosöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl, Avokadoöl für Braten und Fritieren

Bitte kein Palmöl, da Transfettsäuren durch die Härtung entstehen
Olivenöl bitte nicht für das starke Anbraten verwenden.